Notaufnahme
Akuter hypertensiver Notfall mit Lungenödem (Wassereinlagerung in der Lunge durch erhöhten Blutdruck)
Patientenprofil
- Name: Herr B., 62 Jahre alt, männlich.
- Vorerkrankungen: Hypertonie, Rauchen.
- Symptome bei Vorstellung: plötzliche ausgeprägte Luftnot.
Was ist passiert?
Ein 62-jähriger Patient stellt sich in der Notaufnahme mit akut einsetzender Luftnot vor. Des Weiteren berichtet er über eine Zunahme der Beschwerden im Liegen. Bei ihm ist seit vielen Jahren eine arterielle Hypertonie bekannt, allerdings hat er aufgehört, seine blutdrucksenkenden Medikamente einzunehmen.
Was haben die Ärzte gefunden?
- Sein Blutdruck war stark erhöht: 230/130 mmHg (normal ist ca. 120/80)
- Er hat schnell geatmet: 28 Atemzüge/Minute (normal sind ca. 12-18/min)
- Er hatte niedrige Sauerstoffwerte: Sauerstoffsättigung 88% unter Raumluft (normal ist ca. 95-100%)
- Die Ärzte haben Rasselgeräusche in der Lunge gehört, ein Zeichen für Wassereilagerung.
- Eine Röntgenaufnahme zeigte, dass seine Lunge beidseits voller Wasser war.
- Ein Herzultraschall zeigte, dass sein Herz hart arbeitete und steif erschien.
Diagnose
Die Ärzte haben einen hypertensiven Notfall diagnostiziert- eine Situation, in welcher stark erhöhter Blutdruck schwerwiegende Probleme verursacht. In diesem Fall führte er zu einem Lungenödem. Dabei sammelt sich Flüssigkeit in der Lunge an, was eine Folge der Überlastung des Herzens ist.
Wie erfolgte die Therapie?
Die Therapie wurde rasch eingeleitet:
- Es wurde mit einer Sauerstofftherapie begonnen.
- Er erhielt intravenöse Medikamente, um seinen Blutdruck sicher aber schrittweise zu senken.
- Er erhielt intravenöses Entwässerungsmittel, um die Flüssigkeit aus seiner Lunge zu entfernen.
Innerhalb weniger Stunden besserte sich seine Atmung und sein Blutdruck begann zu sinken.
Was ist dann passiert?
Er wurde über mehrere Tage im Krankenhaus behandelt, bis sich seine Situation stabilisiert hat. Dann wurde er mit folgendem nach Hause entlassen:
- Blutdruckmedikamenten
- Einem Termin zur Kontrolle beim Hausarzt
- Der Empfehlung, seine Medikamente nicht mehr ohne ärztliche Rücksprache abzusetzen.
Bei einer Kontrolle zwei Wochen später ging es ihm gut. Er hatte keine Luftbeschwerden mehr.
Zusammenfassung
Das ist die Geschichte eines Mannes, welcher sich in der Notaufnahme wegen akuter Luftnot vorgestellt hat. Die Ursache war ein stark erhöhter Blutdruck mit darauffolgendem Lungenödem-eine Situation, in der sich Flüssigkeit in der Lunge ansammelt und zu Atemproblemen führt. Durch schnelle medizinische Intervention wurde ihm das Leben gerettet. Dieser Fall schildert die Gefahr einer unkontrollierten Bluthockdruckerkrankung und die Notwendigkeit der regelmäßigen Einnahme der blutdrucksenkenden Medikamente sowie einer regelmäßigen Kontrolle beim betreuenden Arzt.
Was lernen wir?
- Unkontrollierter Bluthochdruck ist gefährlich und kann plötzliche lebensbedrohliche Probleme wie ein Lungenödem verursachen.
- Das Absetzen blutdrucksenkender Medikamente ohne ärztliche Rücksprache ist riskant.
- Wenn bei Ihnen eine Bluthochdruckerkrankung bekannt ist, sollten Sie Ihre Medikamente täglich einnehmen und Ihren Hausarzt regelmäßig aufsuchen, auch wenn Sie sich wohl fühlen.
- In einem medizinischen Notfall kann eine schnelle Behandlung lebensrettend sein.