Wenn es um Ihre Gesundheit geht, verstecken sich manche Risiken im Verborgenen – Cholesterin ist eines davon. Ein hoher Cholesterinspiegel zeigt keine Warnzeichen oder Symptome. Sie fühlen sich nicht krank und bemerken nichts Ungewöhnliches. Doch still und heimlich kann er das Risiko für ernsthafte Gesundheitsprobleme wie Herzinfarkt und Schlaganfall erhöhen. 

Woher kommt Cholesterin? 

Cholesterin stammt aus zwei Quellen: Ihrem Körper (hauptsächlich produziert in der Leber) und Ihrer Ernährung (insbesondere tierische, fettreiche Produkte und stark verarbeitete Lebensmittel). Auch wenn Nahrungs-Cholesterin weniger Einfluss auf den Blutwert hat als früher angenommen, können gesättigte Fette und Transfette in der Nahrung den LDL- („schlechten“) Cholesterinwert deutlich erhöhen. Deshalb sind gesunde Essgewohnheiten entscheidend zur Kontrolle des Cholesterinspiegels. 

Das versteckte Risiko eines hohen Cholesterinspiegels 

Wenn der LDL-Spiegel (Low-Density-Lipoprotein, auch „schlechtes“ Cholesterin genannt) zu hoch ist, kann es zu Ablagerungen (Plaques) in den Arterien kommen. Mit der Zeit verengen diese die Arterien und behindern den Blutfluss – ein Zustand, der als Atherosklerose bekannt ist. 

Besonders gefährlich ist, dass dieser Prozess ohne Symptome verläuft. Man spürt nicht, wie das Cholesterin ansteigt – aber die Folgen können plötzlich und lebensbedrohlich sein. Deshalb sind regelmäßige Cholesterin-Kontrollen so wichtig – auch wenn man sich vollkommen gesund fühlt. 

Prävention beginnt mit Bewusstsein 

Da ein hoher Cholesterinspiegel keine Beschwerden verursacht, ist eine Blutuntersuchung der einzige Weg, die Werte zu kennen. Basierend auf diesen Ergebnissen kann Ihr Arzt beurteilen, ob Ihr Cholesterinspiegel im gesunden Bereich liegt oder gesenkt werden sollte. 

Lebensstiländerung und Medikamente: ein kombinierter Ansatz 

Die Senkung eines erhöhten Cholesterinspiegels beginnt oft mit Änderungen des Lebensstils: 

  • Gesunde Ernährung: mehr Ballaststoffe, weniger gesättigte Fette 
  • Regelmäßige körperliche Aktivität: mindestens 30 Minuten an den meisten Tagen 
  • Verzicht auf Tabak und Einschränkung des Alkoholkonsums 
  • Halten eines gesunden Körpergewichts 

Für viele Menschen reichen diese Maßnahmen allein jedoch nicht aus – besonders bei weiteren Risikofaktoren oder familiärer Vorbelastung für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. In solchen Fällen können cholesterinsenkende Medikamente notwendig sein, um das Risiko zu senken. 

Individuelle Zielwerte je nach Risiko 

Nicht jeder sollte dieselben Cholesterinwerte anstreben. Ihre Idealwerte hängen von individuellen Risikofaktoren ab: Alter, familiäre Vorbelastung, Raucherstatus, Blutdruck und chronische Erkrankungen wie Diabetes, Nieren-, Herz- oder Gefäßkrankheiten. 

Daher nutzen Ärztinnen und Ärzte oft Risikorechner oder Leitlinien, um Zielwerte individuell anzupassen. Für Menschen mit hohem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind strengere Zielwerte und intensivere Behandlungen notwendig. 

Übernehmen Sie Verantwortung für Ihre Gesundheit 

Fazit: Ein hoher Cholesterinspiegel ist eine stille Gefahr – aber eine, gegen die man etwas tun kann. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, ein gesunder Lebensstil und das Befolgen ärztlicher Empfehlungen zur Medikation können helfen, Ihren Körper langfristig zu schützen. 

Warten Sie nicht auf Symptome. Lassen Sie Ihren Cholesterinspiegel überprüfen und sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, was Ihre Werte für Sie bedeuten.