Louna Aldreihi

Louna Aldreihi

Der Wendepunkt bei Typ-2-Diabetes 

Patientenprofil
  • Name: Herr S., 52 Jahre alt, männlich. 
  • Beruf: Kundenservice, Callcenter, arbeitet im Homeoffice. 
  • Vorerkrankungen: Milde Hypertonie, Übergewicht, Gicht. 
  • Grund der Vorstellung: Erstdiagnose eines Typ 2 Diabetes Mellitus. 
Fallgeschichte

Als Herr S., ein 52-jähriger Mann im Homeoffice, unsere Klinik zum ersten Mal besuchte, wurde bei ihm gerade Typ-2-Diabetes diagnostiziert. Seit der COVID-19-Pandemie hatte sich sein Lebensstil erheblich verändert: mehr Sitzen, weniger Bewegung und eine kontinuierliche Gewichtszunahme. Seine Blutwerte zeigten einen HbA1c von 11,5 % – ein eindeutiger Hinweis darauf, dass sein Blutzucker schon seit einiger Zeit zu hoch war. 

Was ist dann passiert?

Er war verständlicherweise besorgt, aber auch motiviert, etwas zu verändern. 

Wir haben ihn eingeladen, an unserem Gruppen-Schulungsprogramm für Menschen mit Typ-2-Diabetes teilzunehmen. Gemeinsam mit anderen in ähnlicher Situation lernte er, wie Diabetes entsteht, welche Rolle Ernährung und Bewegung für den Blutzucker spielen und wie Medikamente unterstützen – aber keinen Ersatz für Lebensstilveränderungen darstellen. 

Herr S. erhielt orale antidiabetische Medikamente (Tabletten) und – noch wichtiger – verpflichtete sich zu einer Änderung seiner Lebensgewohnheiten. Schritt für Schritt erhöhte er seine tägliche Bewegung, kehrte zu regelmäßiger körperlicher Aktivität zurück und nahm kleine aber nachhaltige Änderungen an seiner Ernährung vor. Mit der Zeit nahm sein Gewicht ab, seine Energie verbesserte sich und er konnte wieder mehr Kontrolle über seine Gesundheit gewinnen. 

Fortschritt auf einen Blick
  • Nach 3 Monaten: HbA1c reduziert auf 7,2 % 
  • Nach 6 Monaten: HbA1c fast im Normbereich 5,9% 
  • Er hat deutlich an Gewicht verloren (10 Kilogramm seit der Diagnose), Muskelmasse aufgebaut und seine allgemeine Fitness wiederhergestellt. 
  • Er berichtet, dass Süßigkeiten keine große Rolle mehr in seinem Leben spielen.
Fazit

Dieser Fall zeigt, was möglich ist, wenn medizinische Unterstützung, strukturierte Schulung und persönliche Motivation zusammenkommen. Typ-2-Diabetes muss kein lebenslanges Leiden sein, mit dem richtigen Ansatz kann er effektiv behandelt und sogar rückgängig gemacht werden.