Symptome bei Vorstellung: Verwirrtheit, Schwäche, wurde zu Hause auf dem Boden gefunden.
Was ist passiert?
Als die 86-jährige Frau L. in unsere Notaufnahme gebracht wurde, war ihre Familie sehr besorgt. Sie war „nicht sie selbst“ – verwirrt, aß kaum noch, und sie hatten sie gerade zu Hause auf dem Boden liegend gefunden. Zum Glück hatte sie sich nicht schwer verletzt, aber es war offensichtlich, dass etwas nicht stimmte.
Was haben wir gefunden?
In der Notaufnahme überprüften wir sorgfältig ihren neurologischen Zustand. Zwar gab es keine Hinweise auf einen Schlaganfall oder eine eindeutige Lähmung, doch ihre Reaktionen waren deutlich verlangsamt. Eine Computertomographie (Schichtbildgebung) des Kopfes schloss eine Blutung im Gehirn aus und die weiteren Untersuchungen zeigten einige kleinere Prellungen – erfreulicherweise aber keine schweren Verletzungen.
Die Blutuntersuchung zeigte Zeichen einer Entzündung und ein Urintest bestätigte eine Harnwegsinfektion (HWI). Ein Ultraschall und die klinische Untersuchung zeigten außerdem, dass sie dehydriert war.
Wie wurde behandelt?
Mit einem klaren Bild der Situation begannen wir sofort mit der Behandlung: Flüssigkeitszufuhr zur Rehydrierung und Antibiotika gegen die Harnwegsinfektion. In den darauffolgenden Tagen besserte sich der Zustand von Frau L.
Was ist dann passiert?
Wir verlegten sie zur weiteren Betreuung in unsere geriatrische Abteilung. Sie blieb drei Wochen bei uns, erhielt tägliche Physiotherapie und gewann langsam ihre Kraft, ihren Appetit und ihre gewohnte geistige Klarheit zurück.
Bevor sie wieder nach Hause entlassen wurde, organisierten wir eine soziale Unterstützung: tägliche Hilfe bei der Medikamenteneinnahme, Unterstützung bei der Körperpflege sowie beim Einkaufen. Dank dieser Maßnahmen konnte Frau L. wieder sicher und mit mehr Selbstvertrauen in ihr Zuhause zurückkehren.