Louna Aldreihi

Louna Aldreihi

Überwachungsstation 

Herzinsuffizienz verursacht durch Myokarditis (Entzündung des Herzmuskels)

Patientenprofil
  • Name: Herr Q., 38 Jahre alt, männlich.
  • Vorerkrankungen: keine bekannt.
  • Symptome bei Vorstellung:  Druckgefühl auf der Brust, Müdigkeit.
Zusammenfassung 

Dies ist die Geschichte eines gesunden 38-jährigen Mannes, der zwei Wochen lang ein ungewöhnliches Druckgefühl in der Brust verspürte. Da er jung war und keine relevanten Vorerkrankungen hatte, wurde er von mehreren Ärzten nach Hause geschickt – in der Annahme, es sei nichts Ernstes. Doch als er nachts in unsere Notaufnahme kam, entschieden wir uns, der Sache genauer nachzugehen, und führten eine Ultraschalluntersuchung des Herzens durch – wobei sich eine schwere Herzinsuffizienz zeigte. 

Dank der medizinischen Behandlung besserte sich sein Zustand in den darauffolgenden Wochen deutlich. 

Was ist passiert?

Ein 38-jähriger Mann verspürte ein unangenehmes drückendes Gefühl in der Brust. Es war kein stechender Schmerz – aber etwas fühlte sich nicht richtig an. Da er keine Vorgeschichte mit Herzproblemen hatte und äußerlich gesund wirkte, erklärten mehrere Ärzte die Beschwerden mit Stress oder Muskelverspannungen und schickten ihn nach Hause. 

Doch das Gefühl blieb bestehen. Zwei Wochen später hatte er weiterhin Brustdruck und begann, sich zunehmend müde und kurzatmig zu fühlen. 

Der Wendepunkt 

Schließlich wurde einen Herzultraschall (eine Echokardiographie) durchgeführt. Die Ergebnisse waren alarmierend: 

  • Sein Herz pumpte deutlich eingeschränkt. 
  • Der Herzmuskel wirkte geschwächt – es lag eine Herzinsuffizienz vor. 
  • Blutuntersuchungen zeigten stark erhöhte Werte von Herzmuskel-Enzymen. 
  • Eine Koronarangiographie (auch Herzkatheter genannt) schloss einen Herzinfarkt oder verengte Herzkranzgefäße aus (keine Ischämie). 

Die Ärzte stellten fest, dass er an einer Myokarditis litt; eine Entzündung des Herzmuskels, vermutlich durch eine kürzlich durchgemachte Atemwegsinfektion ausgelöst. 

  • Es wurden zahlreiche Blutuntersuchungen durchgeführt, um den verursachenden Virus oder das Bakterium zu identifizieren – alle Ergebnisse blieben jedoch unauffällig. 
Wie wurde behandelt? 

Er wurde auf der Überwachungsstation (Intermediate Care Unit) (IMC) aufgenommen, um ihn engmaschig zu überwachen. Dort erhielt er: 

  • Medikamente zur Unterstützung der Herzfunktion und zur Förderung der Heilung des Herzmuskels. 
  • Kontinuierliche Überwachung zur Kontrolle der Herzfunktion und zum frühzeitigen Erkennen möglicher Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien). 
Was ist dann passiert? 

In den darauffolgenden Tagen verbesserte sich seine Herzfunktion allmählich. Die Entzündung ging zurück, und das Herz begann wieder besser zu pumpen. Nach sorgfältiger Überwachung und Anpassung der Medikation konnte er von der IMC auf die Normalstation verlegt und später mit der Empfehlung zur Schonung und Fortsetzung der Herzmedikation nach Hause entlassen werden. 

Nachsorge

6 Wochen später berichtet der Patient beschwerdefrei zu sein. Ein Herzultraschall zeigt eine normale Herzfunktion. 

Was lernen wir daraus? 
  • Herzprobleme können auch bei jungen Menschen auftreten – auch wenn es selten ist. 
  • Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung können entscheidend sein.